Flehend

15. Februar 2009 at 14:41 (Allgemeines, Gedanken) (, , , , , , , )

Vielleicht sind wir beide blind
erkennen die Wahrheit nicht
So dicht davor
und doch unüberwindbar weit weg
Wo einst klare Grenzen
zerfließen die Farben
zu einem Bild
verwischt ist die Klarheit
nicht interpretierbar
das Gemälde
Vielleicht verstehen wir beide nichts davon,
bilden uns etwas ein
schweben beide in den falschen Gedanken
befinden uns am falschen Ort
Wenn Du an mich glaubst,
dann findest Du mich
irgendwo hinter den Dünen
siehst Du mein Versteck
und nur Du
bist in der Lage,
mein Rätsel zu lösen

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Farben-Dschungel

10. Januar 2009 at 19:32 (Träumen) (, , , )

img_03851Es ist Zeit,

Aufzustehen und wegzugehen -

Weitergehen.

Durch den riesigen Farbendschungel -

Annemonen hier das Grün.

Selbstverliebt -

Du magst mich nicht.

Seetangrot-

Ich kann nicht so weitergehen.

Urwaldriesen ihr Weisen,

Hab mich dunkelblau verirrt,

Finde keine Schneisen,

Libellen kommen angeschwirrt -

Stehe hier alleine reisend.

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Wüstenwind

2. Januar 2009 at 20:01 (Gedanken) (, , , , , , )

Und unser Leben ist wie der Wüstenwind

Der in der Wüste klingt

Und dort vom Leben singt

 

Es fegt ein Sturm über unsere kleine Existenz

Mit der Permanenz

Eines verschrobenen Gespensts

In Europa

Das uns das fürchten lehrt

Und somit nie umkehrt

 

Und der Sturm wird zum Regen

Es wird keinen anderen mehr geben

Nicht in meinem kurzen Leben

 

Es kann ja nicht immer regnen

Ich werde mich selbst segnen

Mit der Kraft und Schönheit eines Leopards

Der in der Wüste galoppiert

Und schon triumphiert

Weil er sein Leben im Schlaf lebt.

 

Und unser Leben ist wie der Wüstenwind

Der in der Wüste klingt

Und dort vom Leben singt

 

Und der Sturm wird zum Regen

Es wird keinen anderen mehr geben

Nicht in meinem kurzen Leben

 

Und wenn ich dir begegne

Dann werd ich dir entgegentreten - 

Denn es kann ja nicht immer regnen.

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Waldträume

2. Januar 2009 at 19:58 (Allgemeines) (, , , , , , )

Tief ein und ausatmend ging den Waldweg entlang und genoss die stille Kühle des kalten Herbsttages. Meine beste Freundin Julia hatte sich kurz zuvor von mir verabschiedet, sie wollte nach Hause um ihrem Verlobten etwas zu Mittag zu kochen. Ich hatte keinerlei solcher Verpflichtungen und ging in Gedanken versunken, der Boden zu meinen Füßen bewegte sich nahezu mechanisch. Die abgestorbenen Blätter bildeten einen weichen feuchten Teppich auf dem das Laufen angenehm war.

Obwohl ich mich bereits warm gelaufen hatte, wurde mir allmählich kälter und ich zog den Reißverschluß meines Mantels ein Stück höher.

Julia sollte sich nicht so sehr von Christoph beeinflussen lassen, dachte ich. Trotzdem, sie merkte es anscheinend nicht einmal und so lange sie sich glücklich fühlte sollte es mir recht sein.

Die Einsamkeit und Ruhe tat mir nach einer angestrengten Woche gut. Allein mit meinen Gedanken schien ich gefangen in mir selbst und nahm die vorüberfliegenden Schatten nur bedingt wahr.

Langsam sank ich zu Boden, spürte das nasskalte Laub. Ich vergrub meine Hände darin so tief es ging und zerwühlte es. Die kühle Feuchte spürte ich warm und angenehm an meiner Hand.

Visionen von Tod und Verwesung plagten mich. Langsam sollten die Blätter ihrem Verfall überlassen sein und der Erde wieder übergeben werden. Ihre geheimen stillen Schreie hallten in meinem Kopf wieder und bildeten eine Kakophonie, die langsam anschwoll. Die Schatten der Bäume verzerrten sich zu einer toten Armee von Ästen und Gestrüpp. Meine Augen schlossen sich, doch die Bilder blieben. Ich wälzte mich im Laub und weich wurde ich empfangen und verfiel in einen tiefen Minutenschlaf.

Als ich hochschreckte war alle Bedrohnis des Waldes abgefallen und er schien mich friedlich und behaglich wie eine schützende Höhle zu umgeben. Blass vor Erschöpfung trottete ich Schritt für Schritt nach Hause.

Ich sollte Julia nie wiedersehen.

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Die Flasche

27. August 2008 at 14:39 (Gedanken) (, , , , )

Den Bauch noch
voll-er guter Hoffnung,
Der Verschluss sitzt noch fest,
da hört sie sich nähern,
einen MENSCHEN,
wissend, das gleich
das Unheil geschieht,
und doch regungslos
verharrt sie,
gleich wird sie geleert,
ihr Herz, es ruft nach
Mitleid und Erbarmung,
doch des Menschen
Ohren sind geschlossen.
Später dann,
völlig entleert,
liegt sie in den Todeszügen,
entblößt
fühlt sie sich,
während sie sich mit leerem Kopf
ihrer Nacktheit schämt.
Ein neues Opfer
der Brutalität
des Menschen.

Diana

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Morgen

27. August 2008 at 14:35 (Gedanken) (, , , , , , )

Meine Gedanken sind verworren
wie das Netz feiner Spinnweben
Hilfesuchend kauere ich in der Ecke
des verzweigten Labyrinths
Endlos erstreckt sich der Pfad
eines einzigen Gedankens
Weit entfernt und drohend erhebt sich
die Decke gegen den Boden
Es stellt sich die unerlässliche Frage
welcher Weg der Richtige sein mag
Einer wie der andere
scheint mächtig und beängstigend
Zögernd wende ich mich dem einen zu
Soll er mir das Ziel näher bringen

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Undurchschaubar

17. August 2008 at 20:37 (Gedanken) (, , , , , )

Ein Flug
quer durch die Wolken
Ein Sandkorn im Blick
Ein belichtetes Foto ohne Negativ
Ein Stab
noch ungebrochen

Eine mathematische Ungleichung
ungelöst
Eine Pyramide aus Menschen
Eine harte Wand
undurchgänglich
Eine Quelle
längst versiegt,

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Schwere

17. August 2008 at 20:34 (Gedanken) (, , , )

Oh Schwere
Die Schwere
Der Schwere
Oh Schwere
schwer tut

Oh Liebe
Die Liebe
Der Liebe
Oh Liebe
lieb tut

Oh Sehnsucht
Die Sehnsucht
Der Sehnsucht
Oh Sehnsucht
sehnsucht tut

von Diana

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Bierdeckel

12. August 2008 at 19:23 (Gedanken) (, , , , )

Lautlos schreiend liegen sie da,
mit tapferem Herzen,
voller Drang
Verirrte Seelen im
gefährlichen Sturm,
hilflos wartend auf
ihr von-Dannen gehn
zögernd erwartend,
dass das Glase sich leert
den Jüngling erblickend,
der sich erbarmungslos nähert
Oh, wie die Klage leise verhallt,
so mag ich nicht schauen
das große Leid,
grausam wendet sich
jeder ab,
so auch ich und Du

Diana & Christine

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Tiefer Fall

12. August 2008 at 19:20 (Gedanken) (, , , , )

Sie wandelt über eine Brücke
Ein Blick hinunter
Tiefe unter ihr
Ein Knacken
Das Gemäuer stürzt
in sich zusammen
Steinmassen ziehen sie hinab
Endlos der Fall
Vor dem Aufprall
Entrinnt sie ihrer Furcht
und erwacht…

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