Die Flasche
Den Bauch noch
voll-er guter Hoffnung,
Der Verschluss sitzt noch fest,
da hört sie sich nähern,
einen MENSCHEN,
wissend, das gleich
das Unheil geschieht,
und doch regungslos
verharrt sie,
gleich wird sie geleert,
ihr Herz, es ruft nach
Mitleid und Erbarmung,
doch des Menschen
Ohren sind geschlossen.
Später dann,
völlig entleert,
liegt sie in den Todeszügen,
entblößt
fühlt sie sich,
während sie sich mit leerem Kopf
ihrer Nacktheit schämt.
Ein neues Opfer
der Brutalität
des Menschen.
Diana
Morgen
Meine Gedanken sind verworren
wie das Netz feiner Spinnweben
Hilfesuchend kauere ich in der Ecke
des verzweigten Labyrinths
Endlos erstreckt sich der Pfad
eines einzigen Gedankens
Weit entfernt und drohend erhebt sich
die Decke gegen den Boden
Es stellt sich die unerlässliche Frage
welcher Weg der Richtige sein mag
Einer wie der andere
scheint mächtig und beängstigend
Zögernd wende ich mich dem einen zu
Soll er mir das Ziel näher bringen
Schwere
Oh Schwere
Die Schwere
Der Schwere
Oh Schwere
schwer tut
Oh Liebe
Die Liebe
Der Liebe
Oh Liebe
lieb tut
Oh Sehnsucht
Die Sehnsucht
Der Sehnsucht
Oh Sehnsucht
sehnsucht tut
von Diana
Bierdeckel
Lautlos schreiend liegen sie da,
mit tapferem Herzen,
voller Drang
Verirrte Seelen im
gefährlichen Sturm,
hilflos wartend auf
ihr von-Dannen gehn
zögernd erwartend,
dass das Glase sich leert
den Jüngling erblickend,
der sich erbarmungslos nähert
Oh, wie die Klage leise verhallt,
so mag ich nicht schauen
das große Leid,
grausam wendet sich
jeder ab,
so auch ich und Du
Diana & Christine
Tiefer Fall
Sie wandelt über eine Brücke
Ein Blick hinunter
Tiefe unter ihr
Ein Knacken
Das Gemäuer stürzt
in sich zusammen
Steinmassen ziehen sie hinab
Endlos der Fall
Vor dem Aufprall
Entrinnt sie ihrer Furcht
und erwacht…
Abschied
Langsam bewegt er
seine Hand
und winkt.
Eine kleine Träne löst
sich aus seinem
Pinken Auge.
Für einen kurzen Moment
ist er schockiert,
dann wischt er sie weg.
Auf seinen Lippen ein
gezwungenes Lächeln
das gefriert.
Seine Hand sinkt wieder
und hängt
schlaff herunter.
Sein Herz, das rasend schlägt,
bleibt stehen, als
seine Augen sie verlieren.
von Diana
Ruhe
Dunkelrote Blüte
Moskitos schwirren durch die Luft
Wolkenfreier Himmel
Wasser fließt träge vorüber
Sanfte Stille
Tief grün die Krone der Bäume
Die Erde dreht ihre Runden
Die Jahreszeiten wechseln
auch an diesem,
unberührten Ort
Gereinigt
Der Wind fährt durch dein Haar
trennt es und vereint es
Er spielt in deiner Kleidung
Das Meer umspült deine Seele
benennt sie und vergißt sie
Es zerrt an deinen Beinen
Die Sonne umwirbt dein Haupt
erkennt es und belässt es
Sie fließt in dich hinein
Der Regen prasselt auf dich nieder
reinigt und verläßt dich
Er strömt über deine Augen,
verfängt sich in deinen Wimpern,
bis einsame Tropfen lautlos hinuntergleiten
und im Boden versinken
Etwas
Vor ewigen Zeiten entstanden
Kälte und Wind getrotzt
In wundervolles Licht getaucht
Vater von unterschiedlichen Wesen
der endlosen Weite angepasst
Besuchern den Zutritt erlaubt
genommen wurde, nie gegeben
durchlitten hat nur der Mantel die Zeit
der Rest blieb einfach bestehen
bestaunt selbst von der Unendlichkeit