Ruhe
Dunkelrote Blüte
Moskitos schwirren durch die Luft
Wolkenfreier Himmel
Wasser fließt träge vorüber
Sanfte Stille
Tief grün die Krone der Bäume
Die Erde dreht ihre Runden
Die Jahreszeiten wechseln
auch an diesem,
unberührten Ort
Gereinigt
Der Wind fährt durch dein Haar
trennt es und vereint es
Er spielt in deiner Kleidung
Das Meer umspült deine Seele
benennt sie und vergißt sie
Es zerrt an deinen Beinen
Die Sonne umwirbt dein Haupt
erkennt es und belässt es
Sie fließt in dich hinein
Der Regen prasselt auf dich nieder
reinigt und verläßt dich
Er strömt über deine Augen,
verfängt sich in deinen Wimpern,
bis einsame Tropfen lautlos hinuntergleiten
und im Boden versinken
Etwas
Vor ewigen Zeiten entstanden
Kälte und Wind getrotzt
In wundervolles Licht getaucht
Vater von unterschiedlichen Wesen
der endlosen Weite angepasst
Besuchern den Zutritt erlaubt
genommen wurde, nie gegeben
durchlitten hat nur der Mantel die Zeit
der Rest blieb einfach bestehen
bestaunt selbst von der Unendlichkeit
Schneeflockentanz
Schneeflocken fallen.
Er liegt wach neben ihr.
Nie hat er aufgegeben zu hoffen,
doch nie hat es sich erfüllt.
Eine Krähe sitzt am Fenster.
Wortlos lässt er sich
von ihr mitnehmen
und blickt noch einmal
voll Liebe zurück.
Doch sie schläft.
Gemeinsam schwingen sie sich
in die Lüfte.
Die Schneeflocken tanzen.
Und doch weiß er,
dass er nicht fliegen kann.